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Innerhalb des Taekwondo gibt es, wie in fast allen asiatischen Kampfsportarten, ein Graduierungssystem für Schüler und Meister. Durch dieses System der Gürtelgrade ist gewährleistet, daß die Anforderungen den Übenden nicht überfordern. Der Trainingseinstieg erfolgt schrittweise und beinhaltet zuerst das Erlernen einfacher Arm- und Beintechniken und deren Anwendung in Selbstverteidigungssituationen. Rhythmisches Ein- und Ausatmen - zunächst bewußt - dann wie von selbst unterstützt jede Bewegung. Mit steigendem Gürtelgrad werden die körperlichen und koordinativen Anforderungen höher, kompliziertere und schwierigere Techniken trainiert. Die Schülerränge werden "Kup" genannt, die der Meister "Dan". Die Kup-Grade werden mit 10 beginnend absteigend gezählt. Jeweils jede zweite Kup-Graduierung wird durch eine Gürtelfarbe bezeichnet, die ungeraden Kup-Grade werden durch die Kombination der darunter- und darüberliegenden Farben (z.B. weiß-gelb) dargestellt.
Der Anfänger im Taekwondo beginnt mit dem 10. Kup, also als Weißgurt, und steigt nach jeder erfolgreich absolvierter Gürtelprüfung im Gürtelgrad auf. In der Regel kann der Schüler alle 6 Monate an einer Prüfung teilnehmen. Das hängt davon ab, wie oft er trainiert und ob er die benötigten Techniken, Poomse, Einschrittkampf, Selbstverteidigung, Freikampf und die Theorie zur Kup-Prüfung bereits beherrscht. Geprüft wird jeweils auf den nächsthöheren Kup. Der 1.Kup (rot-schwarz) ist der letzte Schülergrad und steht damit kurz vor dem ersten Meistergrad, der in einer gesonderten Dan-Prüfung abgelegt werden kann. Hier betragen die Wartezeiten dann bereits 1-2 Jahre. Die Meistergrade "Dan" sind aufsteigend numeriert, die Träger des 5. bis 9. Dan werden Großmeister genannt. Nach außen hin ist der Dan-Grad im Taekwondo nicht am Gürtel erkennbar. Er sollte in den Leistungen und im Ansehen seines Trägers sichtbar werden.
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